Argentinisches Gericht spricht Schimpanse Rechte zu: Freiheit für Cecilia

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CP:  GAP Spanien

Nach dem Tod ihrer beiden Artgenossen Xuxa und Charlie vor ein paar Jahren lebte die Schimpansenfrau Cecilia völlig allein in ihrem trostlosen Gehege im Zoo von Mendoza in Argentinien. Sie gab ein furchtbares Bild ab, lag sie doch die meiste Zeit nur noch auf dem Betonboden. Schon seit 2014 wurden ihre schlechten Haltungsbedingungen von Tierschützern immer wieder angeprangert. 2 Jahre später nun der Durchbruch: die Argentinische Anwaltsvereinigung für Tierrechte (AFADA) hatte Erfolg mit ihrer Klage und das Gericht entschied, dass Cecilia Rechte, die ihrer Art entsprechen, zustehen. Konkret heißt dies, dass die Schimpansin aus dem Zoo befreit werden und bis Dezember 2016 in das Menschenaffenrefugium des Great Ape Project im brasilianischen Sorocaba umgesiedelt werden muss.

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CP: GAP Spanien

Es ist nicht das erste Mal ist, dass Affen Menschenrechte gewährt wurden – bereits 2015 erstritt die AFADA Grundrechte für eine Orang Utan Frau aus dem Zoo von Buenos Aires . Dennoch ist das Urteil im Falle der Schimpansin von Mendoza bahnbrechend. Die zuständige Richterin  fand deutliche Worte und betonte, dass auch nicht-menschlichen Tiere ein Recht auf Selbstentfaltung und ein Leben in ihrem natürlichen Lebensumfeld zustünde. Darüber hinaus forderte sie die Behörden auf, auch die Lebensbedingungen aller weiteren Tiere im Zoo von Mendoza nachhaltig zu verbessern.

Derartige Worte würden wir uns nur zu gerne auch aus anderen Ländern wünschen!

 

Pressemitteilung: http://hpd.de/artikel/freiheit-fuer-cecilia-13736

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