Demonstration für die Zusammengehörigkeit mit Hunden

40 Menschen und 20 Hunde fordern friedliches Zusammenleben

Auch die friedliche Demonstration heute gegen die Ausgrenzung von Hunden an Schlachtensee und Krummer Lanke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, steht unter dem Schatten der Ereignisse von Paris. Nachdem der Vorsitzende der ERNA-GRAFF-Stiftung für Tierschutz, Dr. Eisenhart von Loeper, Blumen als Zeichen tiefsten Mitgefühls für die Opfer aller Gewalt und für die Hinterbliebenen der Anschläge von Paris an der französischen Botschaft in Berlin niederlegte, zogen etwa 40 Tierfreunde schweigend mit und ohne Hund vom Pariser Platz zum Karlplatz: „Die ERNA-GRAFF-Stiftung setzt sich jeher für ein friedliches Zusammenleben aller Lebewesen miteinander ein. Ob Mensch, ob Tier – jeder soll in Frieden und gut leben dürfen. Wir stehen mit unserer Stiftung für die Zusammengehörigkeit von Menschenrechten und Tierrechten“, betont Dr. von Loeper ergriffen.

Berlin, Brandenburger Tor - Kirchstraße: Demonstration mit 40 Menschen und 20 Hunden vom Brandenburger Tor zur Kirchstraße. (büh) - Fotos: Florian Büh | www.Gutes-Foto.de„Menschlichkeit beginnt beim Tier, beim Mitgefühl und Einsatz für Schwächere, gerade auch für Tiere in Not. Deshalb haben wir nach dem Fall der Berliner Mauer zwölf Jahre von 1990 bis 2002 erfolgreich dafür gekämpft, dass die Tiere in der Wertordnung des Grundgesetzes anerkannt werden. Das wurde hier im Reichstag von Berlin mit Zweidrittelmehrheit des Bundestages beschlossen.“

Dr. von Loeper zitierte im Wortlaut: „Der Staat schützt die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere.“ Dieser errungene Meilenstein müsse jetzt mit Leben erfüllt werden. „Dies darf nicht durch unsinnige Hunde-Mitführverbote am Schlachtensee und an der Krummen Lanke missachtet und konterkariert werden“, sagte von Loeper am Karlplatz. Die ersten Redebeiträge wurden nach einem Schweigemarsch erst hier abgehalten – aus Rücksicht auf die Trauernden am Pariser Platz.

„Hunde sind seit Jahrtausenden Lebensgefährte und bevorzugter Sozialpartner des Menschen. Wir fordern die Aufhebung des Hundeverbots an den Seen, denn Hunde und ihre Menschen gehören zusammen“, sagt von Loeper. Andrée Mera López von der Bürgerinitiative Berliner Schnauzen ergänzt: „Die Einreichung der Klage von gleich Berlin, Brandenburger Tor - Kirchstraße: Demonstration mit 40 Menschen und 20 Hunden vom Brandenburger Tor zur Kirchstraße. (büh) - Fotos: Florian Büh | www.Gutes-Foto.demehreren Klägern, sorgt hoffentlich dafür, dass der ‚Zehlendorfer Sumpf‘ trockengelegt und dem unrechtmäßig-skandalösen Treiben einer Clique von Politikern und Beamten, sowohl im Land, wie auch im Bezirk, endlich effektiv Einhalt geboten wird. Hundehalter sind keine Menschen zweiter Klasse!“

Die Demonstration, die gemeinsam mit der Bürgerinitiative Berliner Schnauzen geplant wurde, führte nach der Kundgebung am Karlplatz trotz Dauerregen zum Verwaltungsgericht.

Etwa 50 Seiten fasst die nun eingeworfene Klageschrift einer beauftragten Rechtsanwaltskanzlei. Sechs Kläger werden dabei von der ERNA-GRAFF-Stiftung für Tierschutz unterstützt. Den Einwurf des dicken Umschlages in den Briefkasten des Gerichts an der Kirchstraße 7, begleiteten so, unter lautem Applaus, auch drei der klagenden Hundefreunde: Neben der mobilen Hundetrainerin Ann KariBerlin, Brandenburger Tor - Kirchstraße: Demonstration mit 40 Menschen und 20 Hunden vom Brandenburger Tor zur Kirchstraße. (büh) - Fotos: Florian Büh | www.Gutes-Foto.de Sieme, waren Architekt Christian Dierkes und Rentner Michael Saar bei diesem wichtigen Moment anwesend. Gemeinsam wurde der Brief, mit einigen Anstrengungen, durch den schmalen Schlitz geschoben.

In seiner Abschluss-Rede, betont Dr. Eisenhart von Loeper: „Diese Klage konnte wie keine andere durch eine eingeklagte Akteneinsicht Materialien auswerten, auf die sich die Senatsgesundheitsverwaltung und auch das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf wegen angeblicher Gefährdung der Badewasserqualität durch Hundekot berufen hatte. Damit wurde in Wahrheit die Öffentlichkeit getäuscht. Denn es gibt nur ein Sammelsurium kopierter Unterlagen, die keinerlei Verwertung für die Badequalität von Schlachtensee und Krummer Lanke wiedergeben.“

Das Fazit des Vorsitzenden der ERNA-GRAFF-Stiftung für Tierschutz: „Jetzt ist das Gericht am Zuge, die Rechtssicherheit zu Gunsten von Hunden und ihren Menschen wieder herzustellen. Dieses rechtsgrundlose, unsinnige Hunde-Mitführverbot an den Seen muss fallen.“

Hier finden Sie die Pressemiteilung als PDF:  2015-11-15-PM-Demonstration-Nachklapp

 

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Bitte bedenken: Auch die Unterstützung des prozessualen Weges finanziert sich ausschließlich über Spenden:
Spendenkonto der ERNA-GRAFF-Stiftung für Tierschutz
IBAN: DE86 1001 0010 0001 2181 00, BIC: PBNKDEFF

Berlin, 15. November 2015 / fb

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