Hilfe für die von der Welpenmafia entsorgte Zuchthündin Sheyla.

Hier ist Sheyla und ihre Geschichte:
Sheyla ist eine Pekingesin und vermutlich acht Jahre alt. In ihrem jetzigen Zuhause lebt sie erst seit drei Jahren. Dass es so kommen konnte, ist unglaubliches Glück: In einer kalten Dezembernacht 2014 spät um 22:30 ging eine Anwohnerin am Stadtwäldchen noch einmal mit ihrem Hund in den Wald. Der entdeckte im Gebüsch, eingewühlt in einen Laubhaufen und mit einem Strick an den Baum gebunden, einen kleinen Hund. Vollgekotet, stinkend, mit verfilztem Fell und blutverkrusteten Wunden auf der Haut, war das Häufchen Elend kaum als Hund zu erkennen. Erst nach einem Bad wurde der Retterin klar, dass sie eine Pekingesin vor sich hatte und es stand sofort fest: diesem kleinen Wesen sollte es von nun an gut gehen, sie sollte keinen Hunger, keine Angst und keine Schmerzen mehr haben müssen. Von nun an hieß sie Sheyla.

Sheyla. Geschoren, warm und sauber.

Sheyla war jetzt sauber, warm und trocken und sehr hungrig und durstig. Aber schon gleich fiel auf, dass sie gar nicht richtig fressen konnte. Ein Blick ins Mäulchen zeigte dann den Grund: die Zähne waren schwarz! Beim Tierarzt am nächsten Tag wurde zuerst geprüft, ob Sheyla gechippt und in einem Hautierregister gemeldet war. Aber Fehlanzeige: kein Chip, der ursprüngliche Halter konnte also nicht gefunden werden. Ihre Zähne waren in extrem schlechtem Zustand, zwölf sollten sofort herausoperiert werden. Dabei wurde sie doch auf erst fünf oder sechs Jahre geschätzt! Und dann noch eine Entdeckung: Sheyla hatte Milch im Gesäuge! Sie musste also bis vor kurzem noch Welpen gesäugt haben. Warum war die Hündin so verwahrlost? Warum hatte man sie im Wald ausgesetzt und einem so grauenvollen Schicksal überlassen? Wo waren ihre Welpen?
Ein schlimmer Verdacht kam auf: war Sheyla für die Produktion von Wühltischwelpen missbraucht worden? Vieles spricht dafür. Sie ist ein Pekingese und das sind beliebte kleine Rassehunde. Ein schneller Klick im Internet zeigt, dass man beim Züchter über 1000 Euro für einen Welpen bezahlen muss. Aber man bekommt ihn auch schon für 280 Euro. So ein Schnäppchen weist auf illegale Produktion von Wühltischwelpen hin. Wer weiß, wie oft Sheyla in ihrem Leben schon solche Schnäppchen für den Hundemarkt zur Welt bringen musste! Auch die letzten Welpen wurden ihr wohl wieder viel zu früh weggenommen, um sie über die Kanäle der Welpenmafia weiter zu verkaufen. Verkauft an Leute, die sich einen Rassehund wünschen, aber möglichst wenig Geld für ihn ausgeben möchten… Oder verkauft an Leute, denen die Welpen leidtaten und die sie nicht im Kofferraum des Händlers lassen wollten…. Oder an Leute, die Hunde mit runden Köpfen und großen Augen einfach so süß finden, dass sie dringend einen haben wollen.
Sheyla aber war irgendwann als Zuchtmaschine nicht mehr rentabel. Sie war verbraucht und wurde krank. Also wurde sie kurzerhand ‚entsorgt‘. Im Wald, mitten im Winter.
Es dauerte noch einige Zeit, bis das volle Ausmaß ihrer Leiden festgestellt werden konnte. Eine Diagnose jagte nun die andere. Festgestellt wurden eine schwere Gebärmutterentzündung, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, ein Bauchnabelbruch und schlechte Leberwerte. Das waren schwere und für ihre Retterin kostspielige Tierarztbesuche. Von den vielen Operationen hat sich die kleine Hündin ein jedes Mal gut erholt. Auch die Leberwerte konnten durch Spezialfutter wieder ins Lot gebracht werden. Aber dann kam der nächste Schock: ein Bandscheibenvorfall wurde diagnostiziert. Hier musste sofort eingegriffen werden. Dann schwoll das Auge schmerzhaft an und auch hier war eine OP nötig. Aber eine weitere steht an, denn das Auge ist immer noch nicht ganz in Ordnung und braucht weitere Behandlungen.

Das Auge tut weh.

Leider treten Bandscheibenprobleme und Augenerkrankungen (und andere Krankheiten) bei Pekingesen häufig auf. Bei übertypisierten Zuchtlinien dieser Rasse muss man daher von Qualzucht sprechen. Immer wieder aufs Neue sind für Sheyla auch Tierarztbesuche wegen der Analdrüsen nötig. Die arme Sheyla hat aber noch mehr auszustehen, denn bald zeigte sich, dass sie zu epileptischen Anfällen neigt. Sollten die Anfälle nun in kürzer werdenden Abständen auftreten, wird sie regelmäßig Medikamente bekommen müssen.
Sheila hatte sehr großes Glück. Sie wurde rechtzeitig gefunden und hat jetzt ein liebevolles Zuhause bei jemandem, der sie mit ihren Gesundheitsproblemen aus der Vergangenheit nicht im Stich lässt.

Ein sicheres Plätzchen für Sheyla

Leider ist ihr Frauchen nun am Ende mit ihren finanziellen Möglichkeiten und muss um Hilfe bei den Tierarztkosten bitten.
Wir wollen Sheyla und ihre Retterin unterstützen und helfen, aus Sheyla einen gesunden Hund zu machen. Wer hilft uns dabei mit einer Spende?
Hier geht es zu unseren Spendenmöglichkeiten.
http://www.erna-graff-stiftung.de/spenden-foerdern/

Dafür setzen wir uns ein:
Der Missbrauch von Hündinnen als Zuchtmaschinen und der Handel mit Wühltischwelpen muss aufhören! Kauft keine Hunde- und Katzenwelpen per Klick aus dem Internet! Mit eurem Geld wird das Leid der Mutterhündinnen und ihrer Hundebabies weiter finanziert.

nie/06.17

Jetzt kommentieren:

Copyrights © 2017 Erna-Graff-Stiftung. All Rights reserved.