Schlachtensee – Hundefrei im Müll baden

Vermüllung am Schlachtensee hält an.

Seit 15. Mai dürfen keine Hunde mehr an den Schlachtensee. Mit diesem rechtswidrigen Verbot soll der See und seine Ufer sauber gehalten werden. Dass diese Maßnahme das eigentliche Problem nicht löst, kann aktuell wieder an den Ufern vom Schlachtensee beobachtet werden. Rund um den See liegt der Müll der „Erholungssuchenden“. Eine Gefahr für Mensch und Tier.

Während sich Badegäste an Scherben und scharkantigen Verpackungsteilen schneiden, verfangen sich Wildtiere, durch den Müllgeruch angelockt, in den Verpackungen. Für so manches Tier endet diese Erfahrung tödlich.

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Damit auch künftig das Baden in Schlachtensee und Krumme Lanke in sauberem Wasser möglich ist, muss dafür gesorgt werden, dass Verunreinigungen von allen Erholungssuchenden unterlassen werden. Helfend eingreifen könnte der Bezirk durch das Aufstellen von Abfallbehältern. Hier redet sich die Stadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne) gern damit heraus, dass das Nordufer zu den Berliner Forsten gehöre und der Bezirk hier kein Recht zum Aufstellen von Mülleimern hat. Gleichzeitig betont sie aber in Bezug auf das Hundeverbot die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden.

Wir schlagen vor, diese Kooperation nicht für ein gemeinsames Verbot einzelner Nutzer, sondern für die saubere Krumme Lanke und den sauberen Schlachtensee einzusetzen. Wenn es möglich war, dort Schilder aufzustellen, Zäune zu ziehen und Verbote zu erlassen – warum ist es dann nicht möglich mehr Abfallbehälter im Sinne eines sauberen Ufers aufzustellen?

 Die Stadträtin argumentiert damit, den Steuerzahler nicht mit der Entsorgung des Mülls anderer Menschen zu belasten. Die Besucher sollen ihren Müll wieder mit nach Hause nehmen. Das funktioniert seit Jahren nicht! Stattdessen werden die Ufer vom Schlachtensee und Krumme Lanke vereinzelt und mühsam vom regelmäßig herumliegenden Müll befreit – natürlich auf Kosten der Steuerzahler.

Pressekontakt:

Hendrik Zühlke
Referent für Tierschutz
Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz
0157 58 29 59 99
 

Kommentare

Susanne Karbach schreibt () :

Lieber Herr Zühlke,

dass Sie einfach mein Foto kopiert haben, ohne es mit mir abzuprechen, ist zwar nicht in Ordnung, aber weil es der „Guten Sache“ dient, will ich mal ein Auge zudrücken 😉
Gruß, S. Karbach

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Admin schreibt () :

Liebe Frau Karbach, schauen Sie bitte noch einmal genau hin. Es handelt sich um das selbe Motiv. Das Foto wurde aber von einem Mitglied unserer Partnerinitiative „Berliner Schnauzen“ gemacht. Den Unterschied zu Ihrem Bild erkennen Sie unter anderem am Lichteinfall auf dem Schild…

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