Lara und ihr Frauchen – Hilfe für Vier- und Zweibeiner

In unserer täglichen Arbeit im Tierschutz passiert es oft, dass nicht nur das Tier, sondern auch der dazugehörige Mensch in die Situation kommt, auf Hilfe angewiesen zu sein. So war es auch bei der Jack Russell Hündin Lara und ihrem Frauchen.

Besagtes Frauchen trat vor einigen Monaten an die Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz heran und bat uns um Unterstützung. Bei ihrer 8-jährigen Hündin Lara wurden Ende Oktober mehrere Tumore an der Milchleiste, ein sogenanntes Mammakarzinom, festgestellt. Eine Operation, in der die bösartigen Tumore, die mittlerweile schon faustgroß waren, entfernt werden sollten, war dringend notwendig, überstieg aber die finanziellen Möglichkeiten der Rentnerin.

 

Lara mit großem Tumor

Lara mit großem Tumor

Bemerkt hatte die Besitzerin die Krankheit ihrer geliebten Hündin bereits im Sommer: „Sie hat am ganzen Körper gezittert und wollte nicht mehr essen. Außerdem verlor sie alle fünf Minuten Wasser, obwohl wir gerade draußen spazieren waren. So kannte ich sie gar nicht.“, erzählte uns die besorgte Besitzerin, die spürbar an Lara hängt.
Die gebürtige Rumänien, die lange Zeit in Deutschland im medizinischen Bereich gearbeitet hat, hat sich ihr ganzes Leben lang aufopferungsvoll um zahlreiche Straßenhunde gekümmert. Im Sommer 2012 stieß sie am Nollendorfplatz auf den Jack Russell Terrier. Die Tierfreundin bemerkte damals wie sich einige Männer und Frauen stritten. In ihrer Muttersprache, rumänisch. Mittendrin saß winselnd die kleine Lara, die vermutlich zum Betteln genutzt wurde.
Heute lebt Lara ein gut umsorgtes und glückliches Leben, wäre da nicht der Tumor und die teure Operation. Die Stiftung sagte gerne die Übernahme der Kosten zu und setze sich dafür ein, dass die Hündin schnell medizinisch behandelt werden konnte. Durch die Hilfe der Erna-Graff-Stiftung erfreut sich die quirlige Lara nun wieder guter Gesundheit, wovon wir uns bei mehrere persönlichen Treffen überzeugen konnten. Schnell wurde uns aber klar, dass auch ihr Frauchen dringend Hilfe braucht und in keinem guten gesundheitlichem Zustand war.

Hündin Lara geht es besser, aber was wird aus ihrem Frauchen?

Es kam nicht in Frage wegzusehen und sie im Stich zu lassen. Daher statteten wir dem sympathischen Duo in dieser Woche einen weiteren Besuch ab und konnten uns bei dieser Gelegenheit von der fortschreitenden Genesung der kleinen Lara überzeugen. Dank den Spendern der Erna-Graff-Stiftung tobt sie wieder wie ein junger Hund mit ihrem Ball durch die Wohnung und ist nur schwer zu fotografieren, so schnell rennt sie herum. Danach erledigten wir ein paar Einkäufe im nahe gelegenen Supermarkt. Eigentlich nur ein Fußweg von einigen hundert Metern, aber für die gebrechliche Dame eine unüberwindbare Distanz.

Hilfe vom Staat? Bisher Fehlanzeige!

Lara

Lara kann wieder spielen nach der Operation!

Anschließend leisteten wir ihr noch seelischen Beistand beim Besuch einer Gutachterin vom Sozialgericht. Diese war gekommen, um zu beurteilen, ob der Rentnerin eine Pflegestufe und somit staatliche Hilfe zusteht. Ein nervenaufreibender Termin, sogar für uns, aber besonders für die Betroffene, die so dringend Unterstützung gebrauchen könnte. „Ich muss wohl erst sterben, bevor jemand reagiert“, sagt sie wehmütig. Dabei fällt es ihr schon schwer genug, Hilfe überhaupt anzunehmen. Jahrelang hat sie ihr Leben alleine gemeistert, doch nun ist sie auf Unterstützung angewiesen und das setzt der stolzen Frau merklich zu. Trotzdem weiß sie, dass es ohne fremde Unterstützung nicht mehr weitergeht. „Kein Mensch auf der Welt will hilflos sein und es ist nicht meine Schuld, dass ich krank geworden bin. Ich möchte nicht betteln, aber ohne Hilfe weiß ich nicht weiter.“
Und wie geht es nun weiter?

Die Erna-Graff-Stiftung hat bereits versprochen, im neuen Jahr einen gründlichen Hausputz zu organisieren und für den Fall, dass Laras Frauchen noch einmal operiert werden muss, die Unterbringung ihrer Hündin zu organisieren. Damit ist leider der Rahmen unserer Möglichkeiten weitestgehend ausgeschöpft, der Rest kommt nun hoffentlich von staatlicher Seite.

Eines ist aber ganz klar: geht es dem Frauchen nicht gut, geht es dem vierbeinigen Begleiter auch nicht gut! Wir werden daher diese Geschichte natürlich weiter im Auge behalten und den Beiden auch in Zukunft zur Seite stehen. Auch Hündin Lara wird weitere Hilfe brauchen. Trotzdem es ihr erfreulicherweise wieder viel besser geht, stehen noch einige Nachsorge-Untersuchungen und vielleicht sogar eine weitere Operation an. Zudem benötigt sie spezielles Futter, für das wir die Kosten übernehmen möchten. Um weiterhin so erfolgreich wie bisher helfen zu können, sind wir auch auf Ihre Unterstützung angewiesen, damit Lara und ihre Besitzerin noch eine lange, glückliche Zeit mit vielen schönen Momenten erleben können.

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