Marell – der Pferdekrimi geht weiter

Es ist viel passiert bei Marell und ihren Freunden. Nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und lesen Sie eine Geschichte, die das Leben geschrieben hat.

Was vor dem 1.Dezember geschah, können Sie unter diesem Link nachlesen.

01.Dezember 2014

Morgen werden Marell und Sultan in die Nähe Berlins ziehen, da Luisa hier ihre Promotion vorbereitet. Ein Fahrt, die anders wird als die letzten Reisen. Einmal, weil die Fahrt kürzer sein wird als die nach Dülmen in die Tierklinik. Außerdem wird Marell nicht allein sein. Sultan kommt mit. Im neuen Stall wird Marell vorerst separat stehen, später soll sie in die Herde integriert werden.

02.Dezember 2014

Die Fahrt verlief gut. Regelrecht tiefenentspannt erkunden die beiden ihre neue Umgebung. Anfangs zu zweit, später gesellen sich noch zwei Stuten aus Marells neuer Herde dazu. Hoffentlich freundet sich Marell mit den beiden an, dann ist sie nicht so allein, wenn sie in die Herde kommt. Marells Neugierde den anderen Pferden gegenüber ist nicht zu übersehen. Freundlich begrüßt sie alle, die sie trifft.

03.Dezember 2014

Heute Morgen war Luisa wieder bei Marell, um den Hohlraum zu spülen. Alles ist ruhig auf der Koppel. Die vier Pferde scheinen sich ganz gut zu verstehen. Allerdings kommt es auch vor, dass die beiden Stuten Marell vom Heu wegscheuchen. Das kennt sie natürlich nicht und reagiert entsprechend irritiert. Sie wird lernen müssen, sich durchzusetzen.

04.Dezember 2014

Sultan und Marell

Marell und Sultan mögen sich

Marell und FreundeMarell, Sultan und die anderen beiden Stuten stehen nun gemeinsam auf einer Koppel mit Offenstall. Die Idee dahinter ist, dass Marell sich erstmal orientieren kann. Nach und nach werden die anderen Stuten dazu gestellt. Sultan bleibt noch einige Tage dabei, um Marell Sicherheit zu geben. Danach wird Sultan in die Wallach-Herde umziehen. Es wird alles getan, um diesen Umzug zu einem Erfolg zu machen.

07. Dezember 2014

Ab heute müssen sich Marell und Sultan in ihren neuen Herden allein zurechtfinden. Hoffentlich gewöhnen sie sich schnell an die Situation.

Marell und Freunde bei futtern

11.Dezember 2014

Die ersten Tage hat sich Marell gut in der neuen Herde zurechtgefunden. Seit gestern steht sie aber etwas abseits. Wenn sie versucht, an das Heu zu gehen, attackieren sie einige anderen Stuten gezielt auf ihrer blinden Seite. Das hat sie natürlich sehr verunsichert. Luisa ist ratlos und es zerbricht ihr das Herz, Marell so zu sehen.

12.Dezember 2014

Vorsorglich schaut sich Luisa einen anderen Stall an. Dieser ist zwar etwas teurer, die Herden bestehen hier aber nur aus vier Pferden. Marell und Sultan könnten hier zu zwei Wallachen. Als einzige Dame sollte sie hier besser zurechtkommen.

13. Dezember 2014

Am Morgen kam Luisa in den Stall und musste eine Entscheidung fällen. Die Winterdecke von Marell war völlig zerbissen. Das ist schade um die Decke, aber viel schlimmer ist die Vorstellung, wie Marell aussehen würde, wenn sie die Decke nicht gehabt hätte. Sie wird ständig attackiert und kann, wenn das auf ihrer blinden Seite passiert, nicht reagieren. Das werten die anderen Stuten wohl als Provokation und beißen zu. Marell und Sultan stehen nun wieder gemeinsam auf der Sommerweide und freuen sich über die volle Heuraufe. Innerhalb weniger Minuten wirkt Marell deutlich entspannter. Sie hat viel abgeschnaubt und ihre Körperhaltung hat sich verändert. Luisa schließt daraus, dass sie unter einer großen Anspannung gestanden haben muss.

süße Pferdeschnauze

16.Dezember 2014

Marell bekommt Besuch von unserem Vorstandsmitglied Diana Plange. Die Amtstierärztin hat sich Zeit genommen, Marell persönlich kennenzulernen und beim Spülen des Hohlraums dabei zu sein. Marell und Frau Plange haben sich auf Anhieb verstanden und das Gespräch hat Luisa neuen Mut gegeben.

21.Dezember 2014

Marell und Sultan interessiertHeute hat Marell mit Luisa und Sultan einen schönen Adventsspaziergang gemacht. Der Hohlraum wächst immer weiter zu. Die Wundheilung kostet Marell aber immer noch viel Kraft. Gut, dass eine Freundin eine Winterdecke zur Verfügung gestellt hat. Sie ist zwar ein wenig zu klein, aber die modische Erscheinung ist Marell gerade sicher ganz egal. Es dauert noch ein paar Tage, bis ihre neue Thermodecke geliefert wird. Zwischen Weihnachten und Silvester werden Marell und Sultan wieder umziehen. Luisa hat sich nun für einen Stall entschieden, bei dem die beiden nachts in Boxen kommen. Für Marell sicher die beste Lösung. Mal sehen, wie Sultan das findet, er kennt nur ein Leben auf der Koppel und im Offenstall

23.Dezember 2014

 

Marell und Sultan im Wald

Marell und Sultan genießen den milden Winter

Marell kämpft nun wieder mit einem Pilzbefall am Hals, an den Flanken und hinter den Vorderbeinen. Ihr Immunsystem ist ziemlich erschöpft. Dazu kommt noch das feuchte, warme Wetter. Alles in allem leider sehr pilzfreundlich. Der Hohlraum sieht dafür fantastisch aus. Das Loch ist nur noch winzig.

24. Dezember 2014

Marell als Weihnachtspferd

25. Dezember 2014

Heute Mittag sieht Marell etwas schlapp aus. Das Fieberthermometer zeigt 39,6 Grad. Luisa holt gleich einen Tierarzt, der aufgrund eines Verdachts auf eine Atemwegsinfektion Blut abnimmt. Außerdem wird Marell ein fiebersenkendes Medikament verabreicht. Die weißen Blutkörperchen sind bei Marell leicht erhöht. Morgen wird wieder Fieber gemessen und wenn es nicht gesunken ist, der Tierarzt erneut kontaktiert. Statt im Kreis ihrer Familie, verbringt Luisa Weihnachten im Stall bei Marell. Was für ein tapferes Mädchen!

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26. Dezember 2014

Marell hat immer noch Fieber. Der Tierarzt verschreibt ihr Antibiotika. Um die Anfahrtskosten zu umgehen, ist Luisa trotz Schnee und Eis in die Klinik gefahren und hat das Medikament abgeholt. In zwei Tagen steht der Umzug in den neuen Stall an. Hoffentlich bessert sich Marells Gesundheitszustand bis dahin!

27. Dezember 2014

warme Mahlzeit für Marell kalte Pferdeschnute warme Mahlzeit im Winter

Marell geht es besser! Sie hat kein Fieber mehr und begrüßt Luisa am Morgen mit einem vertrauten Wiehern. Luisa fallen mindestens zehn Steine vom Herzen.

28.Dezember 2014

Sultan und Marell auf WinterkoppelMarell beim Schmusen

Heute ist Umzugstag! Die beiden Pferde werden schnell verladen und sind nach ungewohnt kurzer Fahrt auch schon beim neuen Stall. Beide haben gleich ihre Paddocks bezogen und sich mit den anderen Pferden über den Zaun vertraut gemacht. Alles lief sehr entspannt. Heute Abend kommen sie in ihre Boxen. Mal sehen, wie sie das finden…

29.Dezember 2014

Hier wohnt Marell Sultan und Marell im Winter Marell Heu im Winter

Marell und Sultan wirken sehr zufrieden in ihrem neuen Stall. Hoffentlich bleibt das so.

03.Januar 2015

Marell und Sultan fühlen sich augenscheinlich sehr wohl. Beide strahlen viel Lebensfreude aus. Der Hohlraum ist so gut wie verheilt.

10. Januar 2015

Marell beim Toben Sultan und Marell zu zweit schmutzige Pferdeschnute Schöne Pferderücken -Sultan und Marell

Der Vorstand der Erna-Graff-Stiftung hält eine Sitzung ab, Thema ist unter anderem Marell. Die Vorstandsmitglieder sehen weiterhin die dringende Notwenigkeit, Luisa und Marell zu unterstützen. Nach der Spende von 2000€ im Oktober 2014, womit der Transport zur Pferdeklinik Dülmen und die Behandlungen und Operation vor Ort finanziert wurden, wird die Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz die Haltung von Marell für mindestens sechs Monate mit 200€ pro Monat unterstützen.

11.Januar 2015

Seit heute macht Marell wieder Sorgen. Sie hatte erneut Fieber bekommen. Luisa hat sie in die Box geholt und ihr eine große Portion warme Heucobs gemacht. Das hat sie dann nach einiger Zeit auch sichtlich entspannt. Abends ist die Temperatur wieder normal. Wahrscheinlich haben die letzten Tage mit Sturm und Regen ihr ziemlich zugesetzt.

12.Januar 2015

Mrell streckt Zunge raus Marell schaut über Sultan

Wenn das Fieber von Marell nicht gesunken wäre, hätte wieder ein Tierarzt kommen müssen. Der hätte sicher wieder Antibiotikum gespritzt. So kann es aber nicht weiter gehen. Deshalb hat sich Luisa entschlossen eine Tierpsychologin und eine Tierheilpraktikerin hinzuzuziehen. Wir begrüßen diese Entscheidung. Es gibt Dinge, bei denen die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt. Für Marell soll jede Möglichkeit genutzt werden, die ihr helfen kann.

14.Januar 2015

Marell mit der Tierheilpraktikerin

Heute hat Frau Dr. Lawrence (die Tierheilpraktikerin) einige Haare von Marell analysiert. Nach ihrer Einschätzung gibt es bei ihr gleich mehrere Probleme. Sie hat Marell am ganzen Körper abgetastet, um herauszufinden, wo sie empfindlich ist und eventuell Schmerzen hat. Fast jeder Abtastpunkt tat Marell weh. Durch Akupunktur können einige Blockaden gelöst werden. Das ist aber erst der Anfang. Frau Lawrence vermutet, dass Marell während ihres Erblindungsprozesses einen heftigen Unfall hatte. Vielleicht ist sie gestürzt oder in eine Baumgruppe gerannt.

15.Januar 2015

Die Auswertung der Haaranalyse steht an: Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Marell unter einer Schwermetallvergiftung leidet. Verantwortlich dafür sind Quecksilber und Blei. Ihr ganzer Körper scheint damit belastet zu sein. Das erklärt auch das schwache Immunsystem. Sie leidet unter Anämie (wurde bereits im Blutbild festgestellt), eine Niere ist beschädigt und in ihrer Funktion stark eingeschränkt. Ihr Körper ist vollkommen aus dem Gleichgewicht geraten und deshalb so anfällig für Parasiten und Pilze. Marell hat verschiedene Viren und trotz der Wurmkuren auch Würmer in sich. Die Koppel, auf der Marell die letzten viereinhalb Jahre stand, wird auch die „Koppel am Müllberg“ genannt. Niemand hat geahnt, dass die lange stillgelegte Mülldeponie neben der Jungpferdekoppel, auf der Luisa und Co. Marell im August 2014 fanden, solche Auswirkungen hat. Aber das könnte eine Erklärung sein, wie die Schwermetalle in Marells Körper gelangt sind. Ab sofort bekommt Marell eine Blütenmischung, zwei Mal täglich „Kügelchen“ und von der Heilpraktikerin zusammengestellte Augentropfen. Eine Bioresonanzbehandlung soll helfen, die Schwermetalle aus ihrem Körper zu bekommen. Eigentlich bräuchte sie zwei bis drei Behandlungen innerhalb weniger Wochen. Das ist selbst mit der Unterstützung der Erna-Graff-Stiftung finanziell nicht zu leisten. Deshalb wird es zwischen den Behandlungen tolerierbare Abstände geben und eine Unterstützung durch homöopathische Heilmittel.

Marell allein

Luisa und Marell und natürlich alle anderen Helfer wie auch Sultan sind ein ganz tolles Team, das uns immer wieder beeindruckt, deswegen unterstützen wir sie weiter. Wir möchten Sie herzlich bitten, es uns gleich zu tun.

Helfen auch Sie diesem unschlagbaren Team. Wenn jeder ein bisschen gibt, können die nötigen Behandlungen finanziert werden. Und Luisa und Sultan sorgen mit ihrer bedingungslosen Liebe dafür, dass langsam auch die seelischen Wunden heilen.

Vielen Dank!

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Kommentare

Nicole schreibt () :

Hallo, ich kann leider kein Geld spenden, aber wir haben noch viel Heu ( selbst gemacht ) übrig und wollte fragen ob es helfen könnte?

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Admin schreibt () :

Hallo Nicole, ich frage mal nach und melde mich wieder! LG

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Admin schreibt () :

@Nicole: Heu und Hafer sind in der Stallmiete enthalten. Ganz lieben Dank trotzdem für Dein Angebot! Liebe Grüße

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Yvonne schreibt () :

Kann man Marell besuchen??? Bringen gerne auch ein paar Möhren oder Äpfel mit. Eine kleine Spende geht auch raus.

LG aus Berlin-Karlshorst und alles Gute

Yvonne

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Admin schreibt () :

Klar kann man! Schreiben Sie uns eine Mail mit Ihren Kontaktdaten. Luisa wird sich dann bei Ihnen melden.

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Eva Maria Limmer schreibt () :

Liebe Erna Graff-Stiftung,ich finde es sehr gut und lobenswert,daß sich hier offensichtlich viele Menschen um Marell bemühen.Die Chronologie ist auch insofern wichtig,als man wenigstens ein bißchen erkennen kann, wieviel physische und psychische Ressourcen nötig sind,um die Schäden, die durch die-im schlechtesten Sinne-dilettantischen Pferdeproduzenten entstanden sind,auszugleichen.
Gehe ich von den Bildern aus, sehe ich leider nicht gerade optimale Bedingungen für so ein krankes Pferd.Das gelbe Heu in der Kiste (eine oft beobachtete unerklärliche und sehr ungünstige Heufütterungsmethode-gleichwohl sehr bequem), der Sandboden statt Weide-z.B.Winterweide.Was kriegt die Stute eigentlich noch zu fressen?Bei Wind und Wetter draussen angewurzelt stehen, machen eigentlich nur Pferde, die gar keine andere Alternative haben.Mit Alternative meine ich hier nicht den bekannten Gitterkäfig, sondern große, saubere,sichere Unterkünfte.Und vor allem einen sicheren Rückzugsort für diese Stute.Und richtiges Heu in angemessener Art verfüttert.Statt der beliebten Antibiotikabehandlung-was soll die eigentlich bewirken?
Ausleitung von Quecksilber?

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Admin schreibt () :

Hallo Frau Limmer, danke für Ihren Beitrag! Die Behandlung von Marell steht unter ständiger Beobachtung von Tierärzten und Heilpraktikern. Auch Frau Plange, Mitglied des Vorstandes der Erna-Graff-Stiftung und Tierärztin, schaut regelmäßig nach Marell. Gehen Sie davon aus, dass wir bestmögliche Bedingungen für die Genesung von Marell ermöglichen. Was den Standort betrifft, gibt es mehrere Faktoren die eine Rolle spielen. So muss der Standort in der Nähe des Wohnortes der Halterin liegen. (nur so ist die tägliche, persönliche Betreuung möglich) Weiterhin müssen Marell und Sultan zusammen stehen. Allerdings können beiden nicht zusammen mit anderen Stuten stehen, da Marell aufgrund ihres eingeschränkten Sichtfeldes sonst attackiert wird. Diese Erfahrung mussten wir leider machen. Ich empfehle Ihnen, sofern Sie bei facebook aktiv sind, die Gruppe „Hilfe für Marell“. Hier wird regelmäßig gepostet, was Marell zu fressen bekommt und wie die Behandlung erfolgt. Ich werde aber auch weiterhin zusammenfassende Beiträge auf dieser Seite erstellen. Aktuell erhält Marell keine Antibiotika. Diese wurden seinerzeit verabreicht, um bakterielle Infektionen in den Griff zu bekommen. Viel Grüße!

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Eva Maria Limmer schreibt () :

Liebe Erna Graff Stiftung,
vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Ich bin nicht bei Facebook und betone nochmals und sicherheitshalber, daß ich es sehr! anerkennenswert und richtig finde, wenn man alles tut,um der Stute Marell zu helfen.
Daß eine gute Pferdehaltung in Deutschland sehr schwierig zu realisieren ist, weiß ich aus jahrzehntelanger Anschauung.Theorie und Praxis klaffen hier auch normalerweise beachtlich weit auseinander.Es ist auch ganz einfach so, daß die „normale“ Pensionszahlung zwischen 200 und 350,-€ bei weitem nicht ausreichen kann-insbesondere für ein pflegebedürftiges Pferd.Das ist sehr leicht zu veranschaulichen, wenn man einfach 10,-€ pro Tag einmal aufteilt in alle anfallenden Kosten.Leider gibt es auch in den allerseltensten Fällen richtige Pferdeweiden.Die übliche Verwahrung in Käfigen oder mehr oder weniger kleinen Sandparzellen, oft neben Schnellstraßen,Autobahnen etc. (im Winter zugig und kalt,im Sommer Wüstenhitze), versehen mit dem kargen Unterstand, der allenfalls eine Notlösung sein kann und meist ohnehin nur vom ranghöchsten Pferd und seinem Adjutanten bewohnt wird-wird mittlerweile zur „naturnahen Pferdehaltung“ hochgelobt.Die Rundballenkiste für das naßgeregnete Heu ist auch bestenfalls für wirklich sehr gute Futterverwerter zu verantworten.Die Schimmelpilzkulturen am Boden will man allerdings besser nicht kennen.Gleichwohl auch aus verschiedenen Gründen nicht empfehlenswert und letztlich der Bequemlichkeit der Versorger geschuldet.
Marell stand offensichtlich bei Wind und Wetter und nasser Kälte auf diesem Platz. Das ist keinesfalls natürlich, nur können die Pferde eben sehr viel schweigend ertragen und es wird als „normal“ erachtet.Dem Arglosen wird erzählt, daßPferde Steppentiere sind.Eben.Wahrscheinlich handelt es sich sogar um einen vergleichsweise sehr guten Platz., der jetzt für Marell gefunden wurde.Mir ist schon seit längerer Zeit aufgefallen, daß die Lebensbedingungen der meisten Pferde so weit von den Bedingungen, die sie eigentlich-mindestens bräuchten-abweichen, daß es einen wundern muß, wie sie überhaupt so lange überleben.Ich spreche „nur“ von (nahrhaften!) ausreichend großen Weideflächen und der entsprechenden Zufütterung in der entsprechenden! Menge, also keine üblichen Meerschweinchenportionen. Außerdem frisches, sauberes Wasser, trockener, sicherer,zugfreier Liege-und Ruheplatz.
Statt aber das Geld in diese Grundversorgung fließen zu lassen, hört und liest man immer vom Tierarzt und den sonstigen Fachkräften, die-so wie es mir scheint, die oftmals wirklich höchst unartgerechten Lebensumstände ihrer Patienten geflissentlich übersehen,nichtsdestotrotz aber-je nach Aufgabenbereich-zur Tat schreiten.Zur Symptombehandlung.Natürlich kommen die Symptome wieder, wenn die Ursache nicht behoben ist. Die Schlamperei und Unfähigkeit der „Züchter“ von Marell, die sicherlich auch regelmäßigen Besuch von „Tierärzten“ hatten, hat das Leben dieses Pferdes maßgeblich geschädigt.Und ich vermute, diese Personen machen weiter wie bisher-mit den „Tierärzten“, von denen ich meistens höre, daß sie selbst nie ein Pferd hatten-geschweige denn , selbst versorgt haben.
Ich fände es im Sinne der Ursachenbehandlung sehr wichtig, daß auf die leider flächendeckend grassierende unartgerechte Pferdehaltung hingewiesen wird.Am Fall der Stute Marell kann man dazu noch dokumentieren, welche wahren! Kosten, materiell wie immateriell, diese Art der Pferdeproduktion und Haltung verursachen.Letztere sind nämlich mit Geld wohl kaum auszugleichen.Ansonsten befürchte ich, daß der Fall von Marell-auch aufgrund dieses spektakulär grausamen Augenleidens, bei den Arglosen den Eindruck erweckt, daß es sich hier um einen bedauernswerten Ausnahmefall handelt. Dem ist leider nicht so. Ein wahlloser Besuch in den diversen Pferdeaufbewahrungsanstalten mit vielen Gittern, zweimal kleines Häufchen Heu und 1/2 Schippe Spelzhafer oder Pellets unerklärlicher Zusammensetzung und unter Einbeziehung der als „normal“ betrachten Kolik, wird zumindest den Unbefangenen schnell eines Schlechteren belehren.Nimmt man die Richtlinien für Pferdehaltung FN,muß man sich fragen, ob diese jemals von irgendjemandem(inklusive und in erster Linie der verantwortlichen Herausgeber/Verfasser) gelesen bzw.gar praktiziert wurde.Wäre das nämlich der Fall,könnte ein „Marell“-„Züchter“ gar nicht seine Untaten betreiben.Es gäbe so etwas nicht.
Ich wünsche Marell und ihren Freunden und Unterstützern alles Gute und der Spezies Hauspferd, daß dieser Fall mit dazu beiträgt, die leider schon längst gewohnheitsmäßige Pferdeschinderei endlich einmal ihrem Ende zuzuführen, wenigstens aber einzudämmen.Beste Grüße,Eva Maria Limmer

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Karola K. Bady schreibt () :

Liebe MitarbeiterInnen der Stiftung. Mir wurde vor zwei Jahren aus einer Tierschutzangelegenheit ebenfalls ein Pferd aus dem Raum Brandenburg angeboten, das nur noch auf einem Auge halbwegs sehfähig war. Ich habe darum gebeten, dass es nicht noch einen langen Transport zu mir auf den Hof erleben solle und bitte in der Umgebung ein neues Zuhause gesucht wird. Immer wieder lese ich jetzt von Pferden mit angeblich periodischer Augenentzündung und Entfernung von mindestens einem Auge, wie bei Marell. Langsam frage ich mich, ob es nicht Sinn macht, öfters Verordnungen und Diagnosen von Tierärzten zu überprüfen. Auch diese THP mit ihrer Haaranalyse ist sehr geschäftstüchtig, alle wollen an diesem Pferd noch verdienen? Unter dem Deckmantel von Tierschutz wird viel Unsinn verzapft, fürchte ich, und wenn ich die Geschichte von Marell verfolge, habe ich den Eindruck, dass auch hier vieles im Argen liegt. Dr. Plange kenne ich persönlich, es beruhigt mich etwas, dass sie in dem Fall auch Kontrollen macht, dann möge sie einmal in Frage stellen, ob Fieber mit Antibiotika gesenkt werden oder nur verschleppt werden kann, was ich vermute. Ja, ich weiß, Tierärzte haben den Nimbus der Götter in Weiß, aber sie sind nicht unfehlbar, das zeigen allein Fälle von Impfwahnsinn mit halbjährigen Abständen, und Aussagen wie die, dass ein Pferd „noch Würmer hat“. Haben diese Menschen, die für Ihre Stiftung Pferde versorgen, denn einen Basispass Pferdekunde? Ein Pferd zu retten, kann ich nur loben, aber Menschen, die das tun, brauchen eine sachkundige Basis und einen Geldbeutel, der dem Pferd in erster Linie das verschafft, was es wirklich braucht. Ich zitiere in dem Fall Dr. Meyer von iWest: Gras oder Heu….

Zum Desaster im Tierschutz/Pferderettung: statt des aus Brandenburg angekündigten Pferdes habe ich 2013 eines aus Westfalen angenommen. Diesen „Fall“ schildere ich auf meinen Internetseiten, inklusive der Unfähigkeit derer, die das Pferd gebracht haben. Leider musste ich „Paul“ wieder hergeben, ich weiß nicht, wo er jetzt ist und wie es ihm geht. Ich vermute: so schlimm wie vorher, als er kam, aber ich kann nicht alle behalten, ich sammele keine Tiere und schon gar keine Pferde, nur so viele, wie ich wuppen kann. Momentan sind das vier große und zwei kleine. Da ich keine Spenden sammeln kann, stehe ich mit dem Aufwand für diese „Besetzung“ alleine da und komme evtl. auf Ihre Stiftung zu, wenn es bei dem einen Pferd aus Hessen ans Eingemachte geht (juristisch)? Danke.

Mit freundlichen Grüßen an Marell und einem Dank an Luisa, die sich diese große Aufgabe gestellt hat
K. Bady
PS. Quecksilberbelastungen werden gern von THP per Haarproben diagnostiziert, die Ausleitung bringt Geld! Aus Erfahrung kann ich sagen: ein gut gefüttertes Pferd hat ein Immunsystem, das mit fast allem fertig wird!

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Karola K. Bady schreibt () :

Nachtrag: ein Pferd hat immer ‚Würmer´. Sie trainieren sogar das Immunsystem, wenn der Befall das Normale nicht so sehr übersteigt, dass der Befall bedrohlich wird. Da ich viel mit Homöopathie arbeite, kann ich nur sagen: Wurmpasten sind eine der wenigen chemischen Alternativen, die ich in meiner Pferdehaltung schätze, aber auch hier gilt: Die Kur muss genau auf das Pferd und den Zustand abgestimmt sein, vor allen Dingen ist auf das richtige Mittel zu achten, das bei einer artgerechten Haltung unabdingbar ist, meine ich. Bei uns wird alle drei Monate entwurmt bis zu fünf Mal im Jahr, bei excellenter Weidepflege wohlgemerkt, wir äppeln täglich alles ab!

Nicht, dass es heißt, ich sei komplett gegen alles 😉

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Diana Plange schreibt () :

Sehr geehrte Frau Limmer
Sehr geehrte Frau Bady
die neuen Besitzer von Marell haben spontan gehandelt, als sie das schwer kranke Tier auf einer Weide gesehen haben.
Plötzlich 2 Pferde statt einem Pferd zu haben, ist für eine Studentin ein erheblicher Unterschied. Dass Marell operiert werden musste und auchdanach längere Zeit in Behandlung bleiben muss, war absehbar.
Wir fanden und finden nicht nur den hohen persönlichen Einsatz ihrer Besitzerin bewunderungswürdig, sondern auch den erkennbaren Überlebenswillen des Pferdes und das Vertrauen, dass das Tier seiner Pflegerin entgegenbringt. Auch ich selbst war begeistert von der gelassenen Sanftmut mit der das Pferd mir begegnet ist.
Für das Pferd musste erst einmal notfallmäßig ein Platz gefunden werden, der zu Anfang tatsächlich nicht optimal, nun aber gut gefunden ist. Mit Hilfe bester Pflege, optimaler Ernährung, guter tierärztlicher Betreuung und begleitender sonstiger Maßnahmen, hat sich Marell zu ihrer sichtbar guten Kondition entwickelt. Als „alter Hase“ auf diesem Gebiet vertrete ich vehement die Ansicht: Wer heilt hat recht . Die Erna-Graff-Stiftung ist nicht dazu da, Diagnosen oder Methoden der behandelnden Ärzte zu hinterfragen oder öffentlich zu diskutieren, denn diese sind mit Bedacht gewählt. Wir unterstützen Marell`s Besitzerin auch beratend, wenn sie das wünscht, nötig ist es kaum, da Luisa Biologin und langjährige Pferdehalterin ist.
Finanzielle Hilfe für Marell ist langfristig nur möglich, wenn sich genügende Unterstützer finden. Auch sehr kleine Beträge machen dies zusammen genommen möglich, denn wie oben schon erwähnt plötzlich sind es nun 2 Pferde und die beiden jetzt zu trennen wäre für Marell nicht gut. Marell und ihre Pflegerin bleibt also vorerst auf unsere und Ihre Unterstützung angewiesen,
grüßt und bedankt sich für Marell herzlich für alle bereits eingegangenen und hoffentlich noch zukünftigen Spenden
Diana Plange

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Eva Maria Limmer schreibt () :

Liebe Frau Plange,

vielen Dank für Ihre Antwort, die ja auch bestätigt, was ich sagen wollte, daß nämlich nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig ein sehr großer Einsatz notwendig ist,um der Stute Marell ein gesundes und erfreuliches Leben zu ermöglichen.
Und in diesem Zusammenhang denke ich an die verbliebenen und vermutlich noch weiter produzierten Pferde aus der Örtlichkeit aus der Marell stammt.Dabei beziehe ich mich alleine auf die von der Erna-Graff Stiftung reportierten Zustände.Für die Produzenten, die (Zitat:auf höhere Schlachtpreise warten..“) war der Erhalt von 300,-€ ja gar nicht so schlecht als Tauschhandel zu einer schwerkranken,abgemagerten Stute.Was ist mit den anderen Pferden?
Zumal ja die Schwermetallbelastung mit der Müllweide in Zusammenhang gebracht wird.Ist die jetzt geschlossen?Wenn man so schamlos mit einem Pferd umgeht und dieses auch noch öffentlich ausspricht, dann könnte man vermuten, daß es hinter den Kulissen noch Abscheulicheres geben könnte.Und das sollte die Erna-Graff-Stiftung auch ansprechen und der Öffentlichkeit zur Kenntnis bringen.
Denn wenn bei einer einzigen Stute schon Spendenaufrufe erforderlich sind, wie sieht dann die wahre Größenordnung aus-und zwar nur bezogen auf die von Ihrer Stiftung genannte Produktionsstätte Wusterhusen?
Ich freue mich und bin sehr erleichtert, daß hier wenigstens ein Pferd gerettet werden konnte.Gleichwohl finde ich, darf man die Zurückgebliebenen nicht vergessen und sollte endlich zur Ursache kommen bzw.diese wenigstens benennen, und zwar die mittlerweile völlig entfesselte Pferdevermehrung aus und in Umständen die oftmals allen bekannten Richtlinien einer Pferdehaltung widersprechen.Selbst wenn man hier den Pferden nicht zu ihrem Recht verhelfen kann, so sollte man es doch wenigstens den Verursachern des Elends klar und deutlich mitteilen. Wie anstrengend und kostspielig dieses ist,habe ich selbst ausgiebig erlebt-als Privatperson.Für eine Stiftung stelle ich es mir eigentlich leichter vor, es zumindest im Stiftungsnewsletter klar und deutlich auszusprechen.
Beste Grüße,Eva Maria Limmer

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Karola K. Bady schreibt () :

Guten Morgen, da ich gemeinsam mit Frau Limmer hier angesprochen wurde, möchte ich abschließend nun auch noch einige Worte dazu anbringen: diese Art, in der Pferde „gerettet“ werden müssen, ist mir seit Jahren bekannt; ich habe diverse Jahrzehnte als Redakteurin fast alles gesehen, was mir heute noch nachts in Träumen erscheint. Zuletzt der Fall in Engeln bei Bruchhausen-Vilsen, ganz in der Nähe sind früher zwei Angestellte für 350 Vollblüter zuständig gewesen! Heute ist das nicht viel anders, schätze ich: zwei Azubis, evtl. 150 Pferde? Ich bin nicht reich, wahrlich nicht, und verantwortlich für vier große Pferde und zwei kleine, fünf davon Therapiepferde a.D., die ihre „Besitzer“ nicht zurück wollten, weiß also, was es an Zeit, Geld und Mühe bedeutet. Ein Pferd zu retten, heißt die Verantwortung für ca. 30 Jahre zu tragen und mehr. Als Pferdepsychologin (heute) sehe ich, was Pferde ausbaden müssen, täglich, wie leidensfähig sie sind. Mehr habe ich dazu heute nicht zu posten, dazu fehlt mir die Zeit, da ich „Selbstversorger“ bin, dieser Schritt war dazu nötig, den mir anvertrauten Pferden alles bieten zu können. Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Letzte Frage: an wen darf ich mich denn wenden, wenn ich wegen des Pferdes aus Hessen Unterstützung brauche, bei Ihrer Stiftung? MfG. K. Bady

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