Erna-Graff-Stiftung hilft den Frankfurter Stadttauben

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Hier finden viele Tauben ein dauerhaftes Zuhause

Die Erna Graff Stiftung hat im Oktober/November 2016  das Stadttaubenprojekt Frankfurt mit 15.000 Euro unterstützt, davon wurden 7.500 Euro als unverzinsliches Darlehen gewährt. Mit dieser Geldspritze hat die Stiftung dem spendenfinanzierten Gnadenhof des Stadttaubenprojekts  aus einer akuten finanziellen Existenzkrise geholfen. Sie war durch einen plötzlichen Ansturm von Menschen, die verletzte, kranke oder aus dem Nest gefallene Tauben brachten, entstanden.

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Als Haustiere sind Tauben auf die menschliche Fürsorge angewiesen

Der Hintergrund: Um die Öffentlichkeit für das Elend der Stadttauben in Deutschland zu sensibilisieren und darüber aufzuklären, dass Stadttauben keine Wildtiere, sondern gestrandete, von Taubenzüchtern stammende Haustiere sind, die ohne die Hilfe des Menschen nicht überleben können, hatte das Stadttaubenprojekt Frankfurt eine groß angelegte Medienkampagne gestartet. Diese Kampagne war sehr erfolgreich, hatte aber auch eine unerwartete Nebenwirkung. Durch die Medienberichte sensibilisiert und auf die vorbildliche Arbeit der deutschlandweit größten Taubenhilfestation hingewiesen, brachten nun Menschen aus ganz Deutschland Tauben zum Frankfurter Stadttaubenprojekt, das bereits über 800 Tiere betreute. Die Versorgung all dieser Tiere ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch teuer, und die steil angestiegenen Kosten entsprachen nicht den moderat angestiegenen Spenden. Mit ihrer Unterstützung hat die Erna Graff Stiftung der Leitung des Stadttaubenprojekts Frankfurt zumindest ein paar Wochen Zeit gegeben, die weitere Finanzierung des Taubengnadenhofes zu regeln. Dieser ist dringend auf weitere Spenden angewiesen, denn die monatlich auflaufenden Kosten summieren sich auf rund 9.000 Euro. http://www.stadttaubenprojekt.de/

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Die Tiere des Stadttaubenprojekts Frankfurt am Main

Wir halten das Stadttaubenprojekt Frankfurt für unterstützenswert, weil hier ein moderner, ganzheitlich-systemischer Tierschutz betrieben wird, der den karitativen Tierschutz in Form einer professionellen Taubenhilfe mit der Bekämpfung der Ursachen des Taubenelends verbindet – etwa durch die Unterhaltung von Taubenhäusern, Aufklärung von Politik, Unternehmen und Bevölkerung, kostenlose Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien für Schulen oder den Kampf gegen Taubenfallen und tierquälerische Taubenvergrämungsmaßnahmen wie Taubenkleber oder Netze, die außer den Tauben auch zahlreichen kleineren Vögeln zum Verhängnis werden. Dieses umfassende Vorgehen beschränkt sich also nicht auf die Hilfe für das leidende Einzeltier, sondern setzt auch an den Ursachen an, die wie so oft menschengemacht sind und darum jeden von uns angehen.

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