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Das neue Berliner Hundegesetz

Nach mehrjähriger Sondierung hat der Berliner Senat im Februar 2015 ein neues Hundegesetz für Berlin zur Abstimmung freigegeben. Wir wehren uns massiv gegen die im Gesetz geplanten Neuregelungen. Um geschlossen gegen die Umsetzung des Gesetzesvorhabens vorzugehen hat sich die AG Hundegesetz Berlin gegründet. Gemeinsam mit der Initiative Berliner Schnauzen, dem Bündnis verantwortungsvoller HundehalterInnen (BVHH) und den Hundefreunden Berlin werden wir aktive Aufklärungsarbeit leisten und uns zur Wehr setzen. Wir hatten bereits in einer Presseerklärung vom 18. Februar angekündigt, dass wir das Gesetz nötigenfalls auch gerichtlich anfechten werden, falls es in der aktuellen Form beschlossen werden sollte.

Unsere Hauptkritikpunkte zum geplanten Hundegesetz haben wir für Sie im Folgenden aufgeführt.

Rasselisten

Die Rasselisten werden von zehn auf fünf Hunde reduziert. Weiterhin als „gefährliche Rassen“ gelten: Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Bullterrier und Tosa Inu.

Die Position der Erna-Graff-Siftung für Tierschutz: Die Aggressivität von Hunden hat nichts mit der Rasse zu tun. Die Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz positioniert sich klar gegen sog. Rasselisten.

Leinenzwang

LeinenzwangGrundsätzlich sollen alle Hunde an der Leine geführt werden. Ausnahmen gibt es in den 14 Hundeauslaufgebieten Berlins.

Die Position der Erna-Graff-Siftung für Tierschutz: Die Auslaufgebiete verteilen sich auf nur sechs Berliner Bezirke. Für viele Hundehalter ist daher eine Anfahrt notwendig, weil die Gebiete fußläufig nicht zu erreichen sind. Das neue Hundegesetz setzt also Mobilität bei den Haltern voraus. Wer für die Haltung des Hundes einen Sachkundenachweis (Hundeführerschein) vorzeigen kann, darf auch ihn auch auf Gehwegen ohne Leine laufen lassen. Unklar ist allerdings welche Prüfungen dieser Nachweis beinhalten soll und welche Kosten dem Halter dafür entstehen. Gerade sozial Schwächere werden hier erheblich benachteiligt und müssen unter Umständen auf den Nachweis verzichten. Das führt dazu, dass diese Hunde dann nur noch an der Leine laufen dürfen. Eine genereller Leinenzwangt führt zu Verhaltensstörungen bei den Tieren, stellt auch Dr. Dorothea Döring fest.

Schlachtensee

Die Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz setzt sich gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Berliner Schnauzen“ für ein tolerantes Zusammenleben am Schlachtensee ein. Das dort seit 15. Mai geltende Hundeverbot halten wir für rechtswidrig. Auch nach mehrmaliger Anfrage durch die von uns beauftragte Anwaltskanzlei, konnten uns keine sinnvollen Gründe für das Verbot genannt werden. Die Wasserqualität im Schlachtensee ist seit Jahren sehr gut. Dem Ordnungsamt Steglitz-Zehlendorf sind kaum Beschwerden über Hunde am See bekannt.

Neben fehlender Grundlage hetzt das Verbot die Menschen am See gegeneinander auf. So gab es zahlreiche Berichte über Beleidigungen bis hin zu Handgreiflichkeiten gegenüber Mensch und Hund.

Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass Hunde positive Auswirkungen auf die physische und psychische Verfassung ihrer Halter haben. Dieser Grundlage folgend ist es unverständlich, warum der Bezirk die Tiere verbietet, statt ein Zusammenleben zu fördern.

Die fehlende Dialogfähigkeit des Bezirksamt und namentlich der Stadträtin Christa Markl-Vieto(Bündnis 90/Die Grünen), verhindert nach wie vor jede Möglichkeit auf einen Kompromiss. Wir fordern die Rücknahme des Verbotes am Schlachtensee um die Grundlage für offene Gespräche zu schaffen.

Auch am Grunewaldsee wird mittlerweile über ein Hundeverbot diskutiert. Wir werden es nicht hinnehmen, dass Hunde nach und nach aus dem Berliner Stadtleben ausgeschlossen werden. Um weiterhin im Sinne der Hunde für freie Ufer und freie Auslaufmöglichkeiten zu kämpfen, sind wir auf Ihre Spenden für den Tierschutz angewiesen. Unser Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit sowie unsere juristischen Maßnahmen kosten Geld. Helfen Sie uns und der BI „Berliner Schnauzen“ mit einer Spende für die Tiere. Geben Sie als Verwendungszweck „Berliner Hunde“ an. Ihr Beitrag fließt dann direkt und ausschließlich in dieses Projekt.

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