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Wertbewußtsein

Wertbewußtseinbescheibt den Zustand eines Menschen, der ein in ihm entstandenes –> Wertgefühl festgestellt und rational verarbeitet hat. Dazu gehört auch die Klärung der Sachverhalte, die dem zunächst gefühlsmäßigen Bewerten zugrundeliegen ( Werturteil und Sachverhalt), bzw. der Versuch, den Partner, der unser Wertgefühl aktiviert oder provoziert hat, in seinem Verhalten und seinen Motiven zu verstehen. Zur Umwandlung von Gefühl in Bewußtsein gehört ferner, alle eigenen Reaktionsmöglichkeiten gedanklich „durchzuspielen”, die jeweiligen Folgen zu durchdenken und dann durch Abwägen dieser Möglichkeiten und Folgen einen Handlungsvorsatz zu fassen, selbst wenn dieser in komplizierten und nicht unter Zeitdruck stehenden Fällen nur darin besteht, eine Reaktion zu verschieben. W. kann auch abstrakt beschrieben werden, wenn es vom Einzelfall gelöst und als kognitive Komponente der allgemeinen Werthaltung (-> Einstellung) verstanden wird.

Wird das W. kollektiv als —>öffentliche Meinungverstanden, so spiegelt es zugleich die –> Moral der jeweiligen Gesellschaft wieder und unterstreicht so die Verantwortung der für die Entwicklung des –> Wertbewußtseins Zuständigen.

Literatur: D. Birnbacher und N. Hoerster 1982, S. 52-96, R. Ginters 1982.

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