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Wohlwollen

Wohlwollen ist neben –> Gerechtigkeit und Gleichheit ein Grundprinzip der —> Ethik. W. K. Franken (1981 S. 64) hält das W. sogar für das ethische „Urprinzip” überhaupt, und zwar nicht nur, weil auch „die Gerechtigkeit mit der Verteilung von Wohl und Übel zu tun” hat, sondern weil die Befolgung des –> Sittengesetzes (das Gute zu tun und das Böse zu unterlassen bzw. zu verhindern) ein —> Wertgefühl voraussetzt, das man noch am ehesten mit W. bezeichnen kann. Da das W. seinen Ursprung im Gefühlsbereich hat, ist es zugleich auch eine Motivation zu entsprechendem Handeln. So gibt es auch eine Verbindung zwischen W. und —> Humanität,nicht jedoch mit „Wohltätigkeit”, die in unserem Sprach- gebrauch eher mit „Spenden” aus Prestigegründen und Überfluß zu tun hat.

W. hängt auch in einer allerdings nicht befriedigend geklärten Weise mit Liebe zusammen. So ist für Albert Schweitzer die —> Ehrfurcht vor dem Leben„die ins Universelle erweiterte Ethik der Liebe” (Werke 1, S. 241). Im Vergleich zur —> Nächstenliebe ist Liebe nicht exklusiv, so wenig wie das W. Liebe und W. sind vom Begriff her nicht anthropozentrisch verengt, sondern offen und insofern für die artübergreifende —> Tierschutzethik bedeutsam. W.K. Franken widmet der Ethik der Liebe (1981, S. 71-75), die er Agapismus nennt, einen eigenen Abschnitt.

Weitere Literatur: O. Hoffe, S. 280f. und 148f.

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