11. Juli 2025
Hohe Temperaturen und die steigende Anzahl von Hitzetagen sind nicht nur für Menschen körperlich belastend. Auch Haus- und Wildtiere, aber auch sogenannte Nutztiere leiden unter den hohen Temperaturen. Weder Hunde und Katzen noch Igel, Vögel oder Eichhörnchen können sich durch Schwitzen über die Haut abkühlen. Viele trinken und hecheln, um sich abzukühlen.
Im Gegensatz zum Menschen können Tiere sich nicht selbstständig vor großer Hitze schützen.
Wenn Tiere zu lange intensiver Sonneneinstrahlung und der damit verbundenen Hitze ausgesetzt sind, kann das schnell gefährlich werden. Eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit und genügend Schattenplätze sind in dieser Jahreszeit überlebenswichtig.
Wenn natürliche Wasserstellen austrocknen oder die Versorgung mit Frischwasser bei der Weidehaltung ins Stocken gerät, sind Tiere in akuter Lebensgefahr. Auch Haustiere brauchen ausreichend Wasser und kühle Schattenplätze.
Für Weidetiere – Pferde, Schafe, Ziegen, Schweine Rinder oder Geflügel – bieten sich zum Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung Unterstände und Schattennetze. Diese schattige Plätze bieten neben Abkühlung auch Schutz vor Fliegen, Bremsen und Stechmücken. Die Plätze müssen allen Tieren gleichzeitig Schutz anbieten können.
Auch Nagetiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen sind betroffen. Sie können nicht schwitzen und verkraften daher hohe Temperaturen nur schwer. Deshalb darf der Stall und der Auslauf nicht direkt der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein.
Autos werden zur tödlichen Falle
Tiere sollten bereits ab einer Außentemperatur von über 20 Grad Celsius niemals im parkenden Auto zurückgelassen werden, auch nicht bei bewölktem Himmel und/oder leicht geöffnetem Fenster. Bei 20 Grad Außentemperatur kann das Fahrzeuginnere bereits innerhalb einer Stunde 46 Grad erreichen. Bei 30 Grad Celsius wird dieser Wert schon nach einer halben Stunde überschritten – Temperaturen, die lebensbedrohlich werden können. Der Hitzestress kann bei den Tieren über einen Kreislaufkollaps bis zum Tod führen. Wer ein Tier im verschlossenen Auto sieht und den Halter nicht ausfindig machen kann, sollte umgehend die Polizei benachrichtigen.