26. Oktober 2026
Eine ausgewogene planzenbasierte Ernährung ist der erste Schritt zu einem nachhaltigen Konsum.
Die Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz fordert die Politik auf, das Steuerrecht für Nahrungsmittel mit tierischen Inhaltsstoffen auf Grundlage der Nachhaltigkeit auszurichten. Hierzu ist eine Gesamtbilanz auf energetischer oder auch auf Proteinbasis zu erstellen. Die Frage dabei lautet: Wieviel Ressourcen muss ich aufwenden, um ein Nahrungsmittel zu produzieren, welchen tatsächlichen Nährwert erreiche ich für den Menschen und wie wirkt sich die Produktion auf die Umwelt aus.
Es ist Aufgabe der Politik, die Erfordernisse der Bürgerinnen und Bürger mit den freiheitlichen Wünschen und Begierden Einzelner in Einklang zu bringen. Die Freiheit des Einzelnen, Nahrungsmittel mit tierischen Inhaltsstoffen jederzeit und ohne Einschränkungen zu konsumieren und dieses Recht auch für sich in Anspruch zu nehmen hört jedoch da auf, wo durch dieses Verhalten eine Schädigung des Gemeinwohls eintritt.
Im Rahmen von Umwelt, Ökologie und Wirtschaftlichkeit könnten die in Deutschland durch die Tierhaltung verursachten Schäden in den Verkaufspreis mit einbezogen werden. Hierzu muss auch zwischen Export und dem Binnenmarkt unterschieden werden. Es ist nicht erklärbar, warum die in Deutschland durch den Export von billigen tierischen Produkten entstandenen Schäden von der Allgemeinheit getragen werden müssen und nicht durch den Verursacher.
Auch das Umweltbundesamt stützt eine Besteuerung von tierischen Inhaltsstoffen in Nahrungsmitteln, um so die Tierbestandszahlen zu reduzieren und damit die CO2-Emmision, die Belastung des Grundwassers und der Böden zu minimieren.