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Zum Todestag von Erna Graff

Heute vor 30 Jahren starb Berlins größte Tierschützerin

 

Erna Graff mit zwei ihrer Hunde

Berlin, 05. Februar 2018 – Vor 30 Jahren starb Berlins bekannteste Tierschützerin Erna Graff. Beinah ihr gesamtes Leben widmete die gebürtige Berlinerin den Tieren. Ihr größter Verdienst war der Wiederaufbau des nach dem Zweiten Weltkrieg zerstörten Tierheims in Lankwitz gewesen. Ihr Erbe lebt in der von ihr gegründeten Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz weiter.

 

Erna Graff wurde am 03. Juni 1906 als Tochter des jüdischen Glasers Max Graff und seiner Frau Marie Auguste Antoniette in Berlin – Prenzlauer Berg geboren. Ihr herausragendes Talent ermöglichte ihr eine Karriere als Opernsängerin. Bei den Bayreuther Festspielen sang sie u.a. als Orthlinde in Wagners Walküre. Mit Beginn des NS-Regimes endete Erna Graffs Karriere jäh, aufgrund ihrer jüdischen Abstammung erhielt sie ein Auftrittsverbot und wurde verfolgt. Nach harten Jahren voller Angst zog es Erna Graff nach Ende des NS-Regimes nicht mehr auf die Bühne. Stattdessen widmete sich Erna Graff dem Tierschutz und machte ihn zu ihrer Lebensaufgabe.

 

Aus der Zeitung erfuhr sie vom desolaten Zustand des Berliner Tierheims nach dem Zweiten Weltkrieg und unversorgten Tieren. Der Gedanke zu helfen, ließ die Tierfreundin von da an nicht mehr los. Mit kreativen Aktionen lenkte sie das öffentliche Interesse auf das Tierheim und konnte so genügend Spendengelder sammeln, um das Lankwitzer Tierheim mit insgesamt 16 Mio DM wieder aufzubauen. Fortan nahm Erna Graff als Tierheimleiterin und langjährige Präsidentin des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung großen Einfluss auf den Tierschutz in der Hauptstadt und erhielt dafür zahlreiche Anerkennungen, u.a. die Ernennung zur Ehren-Vize-Präsidentin im Deutschen Tierschutzbund sowie durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse.

 

Im Tierheim Lankwitz

Gründung der Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz

Im Alter von 76 Jahren beschloss Erna Graff nicht mehr nur den Tieren in Berlin, sondern überall auf der Welt helfen zu wollen. Am 9. März 1983 gründete sie die nach ihr benannte Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz. Zu den Schwerpunkthemen ihrer Stiftung machte sie dabei Tierversuche und Tierschutzbildung – Themen, die die Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz bis heute begleiten. In jüngster Zeit setzt sich die Stiftung zudem insbesondere für die rechtsstaatliche Einbeziehung der Tierrechte in unsere Gesellschaft ein.

 

Hier können Sie die Pressemitteilung als PDF herunterladen: 2018-02-05_ PM Zum Todestag von Erna Graff

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