Trauriger Rückschlag und etwas Hoffnung

11. Dezember 2019

Seit Jahren unterstützt die EGS die Schimpansin Lolita und setzt sich mit Hilfe Ihrer Spenden für ihre Umsiedlung ein. Nachdem diese im letzten Jahr endlich in Aussicht war und alle Vorbereitungen hierzu liefen, macht nun die Auffangstation für Lolita einen Rückzieher.

Aktuelle Situation

Es sind traurige Nachrichten für alle Unterstützer dieses Projekts und vor allem für Lolita. Lang war der Weg, bis endlich von allen Seiten die Zusage erteilt war und eine Umsiedlung endlich möglich erschien. Für die Auffangstation, die gleich zu Beginn eine Übernahme zugesagt und über die Jahre hinweg immer wieder bestätigt hatte, war er zu lang. Wir erhielten die Nachricht, dass man Lolita nur noch aufnehmen könne, wenn sie vor der Umsiedlung an ihrem jetzigen Aufenthaltsort chirurgisch kastriert werde. Eine medikamentöse Unfruchtbarmachung, die zum einen problemlos möglich wäre und zum anderen für die alte Schimpansendame ein weniger schlimmes Übel darstellen würde, sei nicht gewollt. Auch weitere Gespräche erzeugten keinerlei Bereitschaft der Auffangstation, Lolita auch ohne die Operation auszunehmen. Zudem wurde jede Hilfe bei einer etwaigen Operation von Lolita abgelehnt.
Eine neue Auffangstation

Derzeit sind wir mit einer weiteren Auffangstation im Gespräch, die eine Aufnahme von Lolita für möglich hält. In Burkina Faso selbst gibt es keine Auffangstation, sodass eine Umsiedlung einen langen Transport für Lolita bedeuten wird. Aufgrund ihres hohen Alters könnte dies ein großes Risiko für Lolita bedeuten. Insbesondere da sie in ihrem langen Leben bisher kaum neue Eindrücke hat gewinnen können, bedeutet ein solcher Transport ein erhöhtes Stresslevel für die alte Affendame. Um zu überprüfen, ob Lolita dies unversehrt wird überstehen können, finanzieren wir eine weitere tierärztliche Untersuchung von Lolita.

Wie ist der Gesundheitszustand von Lolita?

Lange haben wir vor Ort nach einem Tierart gesucht, der sich bereit erklärt, Lolita zu untersuchen. Anders als in Deutschland ist dies in Burkina Faso ein überaus schwieriges Unterfangen. Da dies nicht von Erfolg gekrönt war, sind wir alternativ nun in den Vorbereitungen zur Übersendung eines deutschen Tierarztes. Wir wollen so den Gesundheitszustand von Lolita feststellen und abklären, ob dieser eine Umsiedlung überhaupt noch zulässt.

Doch auch im schlimmsten Fall, wenn eine Umsiedlung nach tierärztlichem Rat ausscheidet, werden wir Lolita nicht im Stich lassen! Mit Hilfe Ihrer Spenden werden wir ihr ein schönes Zuhause bauen und ihren Lebensabend so schön wie möglich gestalten. Für’s erste drücken wir aber fest die Daumen, dass eine Umsiedlung erfolgen kann und diesmal alle an einem Strang ziehen!

Einsatz Ihrer Spenden

Natürlich haben wir Lolita nicht vergessen und stehen ihr auch in der Zwischenzeit zur Seite und versorgen sie mithilfe Ihrer Spenden mit dem Nötigsten. Jeden Monat bezahlen wir einen Pfleger vor Ort, der ihr täglich Nahrung und Wasser gibt und sich um die Beschäftigung des Tieres kümmert. Mit ihm stehen wir in regelmäßigem Kontakt und erhielten auch kürzlich die hier abgebildeten Fotos.

Auch die Übersendung des Tierarztes sowie die medizinische Untersuchung als solche werden durch die Spendengelder mitfinanziert. Sollte die Umsiedlung tatsächlich gelingen, fallen außerdem eine Menge Büroktarie- und Transportkosten an.

Wir sagen Danke!
Uns macht es unfassbar traurig, dass diesem Projekt immer wieder so große Steine in den Weg gelegt werden. Für die ca. 38-jährige Schimpansendame drängt die Zeit und wir hoffen sehr, bald positive Neuigkeiten verkünden zu können. Umso größer ist unser Dank an die langjährigen Unterstützer, die trotz der Rückschläge für Lolita kämpfen.
 

Lolita ist inzwischen 38 Jahre. Höchste Zeit die Schimpansin aus ihrem trostlosen Dasein zu befreien.

Bitte helfen Sie uns auch weiterhin mit Ihrer Spende, um dies zu ermöglichen.

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