Erfolg für den Tierschutz: Keine Primatenversuche mehr am Tübinger Max-Planck-Institut

Berlin/Tübingen, 20. April 2017. Wie das Max-Planck-Institut in Tübingen mitteilte, werden die Versuche an Primaten abgeschlossen. Die letzten Affen aus der Versuchsreihe wurden kürzlich ins europäische Ausland abgegeben. Damit befinden sich keine Affen mehr im Besitz des Forschungsinstitutes.

Foto: peta.de

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Die Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz begrüßt diesen Erfolg für den Tierschutz. Auf das Ende der Primatenversuche hatte auch unser 1. Vorsitzender, Dr. Eisenhart von Loeper, hingewirkt. Nachdem die qualvollen Tierexperimente durch Soko Tierschutz öffentlich gemacht worden, hatte der Rechtsanwalt von Loeper Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Primatenversuche gestellt. Diese hatte den Genehmigungsumfang der Versuche bei weitem überschritten und den Tieren sehr hohe Belastungen mit stundenlanger Fixierung im Primatenstuhl ausgesetzt. Dies ist mit dem Tierschutz nicht vereinbar, ethisch nicht vertretbar und zudem wissenschaftlich unsinnig. Zudem hatte unser Vorsitzender Dr. Eisenhart von Loeper das Regierungspräsidium Tübingen aufgefordert, die erteilte Genehmigung für die Tierversuche mit sofortiger Wirkung zu widerrufen.

„Die Genehmigung der Tierqualen zu Lasten unserer nächsten biologischen Verwandten sei „tief beschämend“ und habe gesetzmäßig spätestens seit der Aufnahme des Tierschutzes im Grundgesetz im Jahre 2002 nicht mehr erteilt werden dürfen. Wenn sich die Tübinger Behörde aber der eigenmächtigen Ignoranz der Experimentatoren des MPI stillschweigend unterwerfe und die eigene Garantenstellung für den Tierschutz versäume, laufe sie Gefahr, sich als mittelbarer Täter mitverantwortlich zu machen.“, so von Loeper.

 

Hier können Sie die Pressemitteilung als PDF herunterladen: 2017-04-20 Aus für Tübinger Affenversuche

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